
Basketballturnier Klassen 6
22.09.2026
Alles bereit zum Abheben – und dann kam das Wetter
Unser Stratosphärenprojekt muss noch ein wenig warten
Monatelang geplant, organisiert, gebaut und getestet – am 24. September 2026 sollte es endlich so weit sein: Unser Wetterballon sollte in Richtung Stratosphäre starten. Doch ausgerechnet das Wetter machte uns einen Strich durch die Rechnung.
Schon seit dem vergangenen Schuljahr arbeitet unser Wetterballon-Projektteam auf diesen Tag hin. Das Ziel: einen Wetterballon bis in die Stratosphäre steigen lassen, beeindruckende Aufnahmen aus großer Höhe machen und dabei Daten sammeln. Auch eigene Experimente haben die Schülerinnen und Schüler entwickelt, die mit auf die Reise gehen sollen. Geleitet wird das Projekt von Frau Friedrich.
Was zunächst nach „Ballon starten und los“ klingt, entwickelte sich schnell zu einem echten Großprojekt. Eine Genehmigung der Bezirksregierung musste eingeholt, Versicherungsfragen geklärt und zahlreiche technische und organisatorische Details abgestimmt werden. Für den Start brauchten wir außerdem eine geeignete Fläche – und hier erklärte sich der SV Arminia Langeneicke sofort bereit, uns seinen Fußballplatz zur Verfügung zu stellen. Dafür nochmals ein großes Dankeschön!
Auch an unserer Schule liefen die Vorbereitungen auf Hochtouren. Der Schulträger unterstützt das Projekt großzügig, übernimmt die entstehenden Kosten und stellte für den Starttag einen Bus zur Verfügung. Herr Rehberg, Herr Sahingöz, Herr Friedrich, Herr Amatulli und Herr Graßhoff unterstützten bei Organisation und Vorbereitung. Die Vertretungsplaner tüftelten daran, Schülerinnen, Schüler und Lehrkräfte für den Start aus dem normalen Schulbetrieb herauszuplanen. Zwei Schüler der EF wollten mit einer Drohne den Start aus der Luft dokumentieren. Für die spätere Bergung des Ballons standen bereits zwei Lehrkräfte mit ihren Autos bereit.
Und gestern? Sah alles perfekt aus.
Bei strahlendem Sonnenschein fand unser letztes Vorbereitungstreffen statt. Alle Bauteile wurden noch einmal sorgfältig geprüft, die Checkliste lag bereit. Akkus geladen, Batterien gekauft, Proviant gepackt, meterweise Panzertape eingepackt, drei große Flaschen Ballongas organisiert. Der Bus war bestellt, der Vorstand des SV Arminia Langeneicke stand bereit, um uns den Platz aufzuschließen, die Einverständniserklärungen der Eltern lagen vor.
Alles im grünen Bereich. Die Wettervorhersage: bestens. Das Kollegium drückte die Daumen.
Und dann kam der Morgen des Starts.
Regen. Wind. Wolken.
Noch wollten unsere Schülerinnen und Schüler die Hoffnung nicht aufgeben. Jede Wolkenlücke wurde genau beobachtet. Vielleicht zieht es auf? Vielleicht klappt es doch?
Doch für einen solchen Start reicht Hoffnung allein nicht. Unsere Genehmigung macht klare Vorgaben: „Die Wolkenbedeckung darf nicht mehr als vier Achtel betragen.“ Dazu kam der Wind. Irgendwann mussten wir akzeptieren: Die Wahrscheinlichkeit, den Ballon unter sicheren und zulässigen Bedingungen starten zu können, war einfach zu gering.
Der Start wurde abgesagt.
Und plötzlich lief die gesamte Organisation rückwärts: Bus stornieren, Vertretungsplan zurückändern, Schülerinnen und Schüler zurück in ihre Klassen schicken, Startteam auflösen. Die Enttäuschung war entsprechend groß – bei den Schülerinnen und Schülern ebenso wie bei allen, die viel Zeit und Arbeit in dieses Projekt gesteckt haben.
Aber vielleicht gehört genau das zu einem echten Forschungsprojekt dazu. Nicht alles lässt sich planen. Man kann Technik prüfen, Checklisten schreiben, Genehmigungen einholen und jedes Detail vorbereiten – und trotzdem gibt es Faktoren, die man nicht beeinflussen kann. Dann heißt es, eine Entscheidung zu treffen, neu zu planen und weiterzumachen.
Und noch etwas hat dieser Tag gezeigt: Wie viele Menschen bereit sind, gemeinsam an einem Strang zu ziehen, damit aus einer Idee etwas Besonderes werden kann. Schülerinnen und Schüler, Lehrkräfte, Schulträger, Verein und weitere Unterstützer haben geplant, organisiert, improvisiert und flexibel reagiert.
Vielleicht passt deshalb unser Schulmotto „gemeinsam.leben.lernen.“ gerade besonders gut zu diesem Projekt.
Denn gelernt haben wir heute auf jeden Fall etwas.
Und eines steht ebenfalls fest: Wir geben nicht auf. Der Wetterballon wird fliegen.






