
Forschertag 2026 – Einladung
03.10.2026
Der 30. September 2026 stand für die Klasse 8a ganz im Zeichen der Nachhaltigkeit. Passend zu den Deutschen Aktionstagen Nachhaltigkeit nahm die Klasse am „Richtung Zukunft!“ BNE-Thementag von „Gesunde Erde. Gesunde Kinder.“ teil.
Im Mittelpunkt stand eine Frage, die sich sehr konkret auf den eigenen Alltag beziehen ließ: Wie nachhaltig ist eigentlich unser Schulalltag – und was können wir selbst verändern? Die bereitgestellten Materialien führten die Schülerinnen und Schüler durch verschiedene Missionen und gaben Anregungen, genauer hinzusehen, Fragen zu stellen und Zusammenhänge zwischen dem eigenen Alltag und globalen Herausforderungen zu entdecken. Dabei gab es bewusst Raum für eigene Entscheidungen: Die Schülerinnen und Schüler setzten selbst Schwerpunkte, wählten Themen aus, die sie besonders interessierten, recherchierten dazu und entwickelten eigene Ideen.
So beschäftigten sich einige Gruppen mit Energie und Stromverbrauch. Sie gingen der Frage nach, wo sich in der Schule Strom sparen ließe und welche Rolle beispielsweise eine Photovoltaikanlage spielen könnte. Andere nahmen das Thema Wasser in den Blick. Dabei entstanden Videos, die unseren selbstverständlichen Zugang zu sauberem Wasser mit Regionen verglichen, in denen Menschen deutlich mehr Zeit und Aufwand für die Wasserversorgung aufbringen müssen. Auch die Folgen für Bildung wurden thematisiert, etwa wenn Kinder – besonders Mädchen – regelmäßig Wasser holen müssen und dadurch Unterricht verpassen. Sicher spielte dabei auch unser Brunnenbauprojekt in Tansania eine Rolle. Ein weiterer Schwerpunkt war der Papierverbrauch. Eine Gruppe versuchte auszurechnen, wie viel Papier an unserer Schule im Jahr verbraucht wird, und kam dabei auf rund 400 Bäume. Ein Schüler kommentierte spontan: „Das wäre ja fast der ganze Wald in Eringerfeld!“ Ganz so einfach lässt sich Papierverbrauch natürlich nicht in Bäume umrechnen – und genau deshalb soll die Rechnung nun noch einmal kritisch überprüft werden.
Zum Abschluss präsentierten alle Gruppen ihre Ergebnisse und berieten gemeinsam, welche Themen in den kommenden Biologiestunden weiterverfolgt werden sollen. Die Entscheidung fiel auf das Thema Papier. Nun soll genauer untersucht werden, welche Vorteile Recyclingpapier gegenüber Frischfaserpapier hat, wie viel Papier sich tatsächlich durch iPads einsparen ließe und welche neuen Umweltbelastungen durch digitale Geräte entstehen. Außerdem soll es darum gehen, wie wir an unserer Schule insgesamt bewusster mit Papier umgehen können.
Der Tag zeigte damit sehr schön, worum es bei Bildung für nachhaltige Entwicklung geht: nicht darum, möglichst schnell eine einfache Lösung zu finden, sondern selbst Fragen zu entwickeln, Informationen zu prüfen, unterschiedliche Folgen abzuwägen und eigene Ideen kritisch weiterzudenken.
Ganz neu war dieses Denken für die 8a übrigens nicht. Zuvor hatte sich die Klasse bereits mit der „Zukunftsstadt 2045“ beschäftigt. In einem selbst erstellten digitalen Planspiel planten die Schülerinnen und Schüler eine Stadt, die auch unter den Bedingungen des Klimawandels lebenswert bleiben soll. Die meisten schafften das erstaunlich gut – waren am Ende allerdings finanziell ziemlich am Limit. Auch das gehörte zur Erfahrung: Nachhaltige Entscheidungen müssen nicht nur sinnvoll, sondern auch realistisch und bezahlbar sein. Wer selbst ausprobieren möchte, wie schwierig nachhaltige Stadtplanung sein kann, findet hier den Link zum Planspiel: https://zukunftsstadt-2045.7dbkbkpg4t.workers.dev/
Begleitet wurde die Klasse an diesem Tag von Herrn Amatulli und Frau Friedrich. Ein besonderer Dank gilt außerdem der Schulleitung, die wie immer unkompliziert und unterstützend die Organisation sowie die Ein- und Ausplanung übernommen hat. (Bilder sind z.T. KI-generiert (AIS))






